Da fand vom 3. bis 5. November der 5. universitäre Physiokongress in Mexiko statt. Es nahmen einige Hundert Physiotherapeuten teil, viele davon waren Studenten, denke ich. Aber ich war total fasziniert, so viele mexikanische Physios zu sehen. Hab mich gefragt, woher die alle kommen :-)
Am Donnerstag gab es viele verschiedene interessante Vorträge über neue Erkenntnisse, Vertiefungen in diverse Themen, Vorstellungen von Studien usw. Am Freitagmorgen nahmen Gabriela und ich an verschiedenen Übungsgruppen teil. Sie war im Kurs "Beckenbodentraining" und ich im Kurs "Therabänder, Bälle und Gleichgewicht". Noemi besuchte die Vorträge, danach tauschten wir uns aus.
Damit ihr wisst, wer Gabriela und Noemi sind: Gabriela ist die Direktorin der Pyhsioschule hier in Montemorelos und Noemi auch eine der Lehrerinnen. Beide auch Physios.
Da es in Puebla viel zu sehen gibt, nahmen wir uns auch Zeit die Stadt zu besichtigen. Wir hatten eine tolle Führerin. Unsere Gastgeberin, wir durften bei einer Familie der Gemeinde wohnen, führte uns durch Puebla. Am Mittwoch, dem 2. Nov. war es besonders interessant, da feierten die Mexikaner den "Tag der Toten". Das heisst, es wir gefeiert, auf etwas makabere Art und Weise. Die Leute schminken und verkleiden sich so, wie ihr unten auf dem Foto sehen könnt. Überall sind Altäre zu sehen, Totenköpfe in allen Arten und Farben. Es ist mehr eine Darstellung von Kunst!
Der Gedanke hinter diesem Tag ist folgender: Die Menschen glauben, dass an diesem Tag die Toten zurück kommen auf einen Besuch. So werden an den Stellen, an denen Leute gestorben sind zum einen gelbe Blumen hingestellt, die den Toten als eine Art "Licht" den Weg zeigen sollen. Zudem werden Atäre mit Essen aufgebaut, damit die Toten nicht hungern müssen. Im Süden ist dieser Brauch mehr verbreitet als im Norden. Und ich habe gelesen, dass dann nach drei Tagen die lebenden Leute die Sachen essen, nicht dass was weggeworfen werden muss...
Wir gingen auch durch die "Puerta del Perdon" - Die Tür der Vergebung. Die Leute glauben, wenn du durch diese Türe, der grössten Kirche in Puebla, genau am 2.11. gehst, werden dir deine Sünden vergeben...
Die Kirche ist unglaublich pompös und goldig. Eine endlose Schlange von Leuten wartete drinnen, um die Altäre zu besichtigen, die nur an diesem Tag angeschaut werden können und ich weiss nicht was sie glauben, was das alles helfen soll.
Wir waren froh, zu wissen, dass Jesus für unsere Sünden gestorben ist und er den Tod besiegt hat und wir durch ihn erlöst sind.
Die restlichen Tage genossen wir das angenehme Ambiente von Puebla, schlenderten durch die Einkaufsstrassen und sassen im Café und unterhielten uns. Nach dem Kongress versteht sich :-)
Am Sabbat besuchten wir die Gemeinde und danach gings schon wieder ab nach Montemorelos.
Es war spannend den Kongress zu erleben und mehr über das System von Physiotherapie in Mexiko zu erfahren und natürlich auch Puebla zu sehen!
Überraschung am Busbahnhof in Puebla, Spanisch, Englisch und Deutsch!!
Vortragssaal
Geschminkt und verkleidet...
Noemi, Muerta, Gabriela und ich :-)
Vor der Kirche mit der "Puerta del Perdon"
"Para recibir indulgencia plenaria" - Um vollen Ablass zu erhalten...
Wir glauben, nur Jesus kann uns unsere Sünden vergeben
Kirche innen
Zulassung zum Kongress :-)
Gelbe Blumen und Essen...
Totenköpfe in allen Formen und Farben
Ganze Altäre mit "Kunst am Tod"
Mole, typisches mexikanisches Gericht, mit über 50 Zutaten... einmal in Puebla, soll man das probieren, haben wir gemacht, das wars dann aber auch für uns Europäer - zu scharf und zu ... komisch :-)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen