In diesem Beitrag möchte ich euch von meiner Arbeit in der Comunidad erzählen. Letzte Woche haben wir zu viert, der Arzt, zwei Krankenschwestern und ich, einen Patienten besucht. Er ist 33 Jahre alt und vor vier Monaten von einem Dach, in drei Metern Höhe, sitzend auf den Boden gefallen. Dabei hat er sich drei Wirbel gebrochen. In Monterrey wurde er dann operiert und sie haben ihm ein Metall eingebaut, um die Wirbelsäule zu stützen und zu festigen. Allerdings kann er seine Beine nicht mehr bewegen, spürt sie auch nicht und benötigt einen Katheter.
Die Geschichte dieses Mannes ist sehr traurig. Seine Frau starb an Krebs und er blieb mit den drei Kindern zurück. Nun nach seinem Unfall wurden die Kinder in ein Heim geschickt, da er nicht mehr für sie sorgen kann. Er selbst wohnt bei seiner Mutter, die ihn rund um die Uhr betreut.
Sie wohnen aber sehr arm und es fehlt an genügend Material für seine medizinische Betreuung.
Bei unserm Besuch hat der Arzt ihn zuerst untersucht und getestet wie gravierend seine Lähmung ist. Dann habe ich ihn untersucht, in erster Linie wie seine Muskelkraft ist, die ist leider nicht mehr vorhanden. Danach haben die Krankenschwestern seine Wunden, die er vom Liegen hat, versorgt.
Während dessen hat der Arzt mit seiner Mutter gesprochen und ihr alles erklärt betreffend seiner Verletzung. Das haben die in Monterrey nämlich nicht gemacht...
In vier Monaten wird er wieder untersucht und falls das Rückenmark nicht ganz abgeschnitten, sondern nur gequetscht ist, besteht die Hoffnung, dass er seine Beine wieder bewegen kann.
Wir werden ihn nun betreuen und behandeln. Auch wird eine Psychologin oder ein Psychologe von Luz y Vida mit ihm sprechen.
Wir hoffen und beten, dass er wieder gehen kann. Aber das bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer...
Süsses Kätzchen im Haus des Patienten
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