Donnerstag, 2. Dezember 2010

Mexico City...die zweitgrösste Stadt der Welt

Am Donnerstagabend (18.11.) fuhren um ca. 21:00h mit dem Bus, mit über 40 Personen, ab nach Mexico-Stadt. Wir waren 15 Stunden unterwegs bis wir ziemlich müde, aber voller Vorfreude in Teotihuacán, einer Ruinenstadt mit den mächtigen Pyramiden, etwa 50 km nordöstlich von Mexiko-Stadt ankamen.
Entgegen unsern Erwartungen, dass es bestimmt richtig kalt sein wird (Mexiko-Stadt liegt auf fast 2000 m. ü. M.) war es heiss. Wir mussten uns Sonnenhüte kaufen und trotzdem zeigte mein Gesicht abends eine verdächtige Röte auf... :-)
Die Pyramiden waren sehr imposant, vor allem für unsere Oberschenkelmuskulatur! Wir erklimmten die „Pirámide del Sol“ (Sonnenpyramide) und die „Pirámide de la Luna“ (Mondpyramide) und das nicht etwa in mexikanischem Tempo. Nein, die Maestros (Lehrer) waren wie Viehtreiber und ruften immer wieder: "Vamonos" (Gehen wir)!, denn die Ausdehnung der Stadt umfasst 23 km2. Die Pyramiden sind so gigantisch, das man sie vor ihrer Freilegung für Berge hielt. Sie wurden ca. 200 Jahre v. Chr. erbaut. Laut Wikipedia war Teotihuacán zu ihrer Glanzzeit mit etwa 75 Tempeln und 600 Werkstätten vermutlich die gewaltigste präkolumbische Ansiedlung von ganz Amerika.
Nach leckerem südmexikanischen Essen gings weiter zum Hotel im Herzen von Mexiko-Stadt.
Wie ich bereits im letzten Blogeintrag erwähnt habe, feierten die Mexikaner am Wochenende des 20. Novembers einen wichtigen Tag in ihrer Geschichte: 100 Jahre Revolution. Es wimmelte von Menschen und von Polizisten mit schwerem Geschütz, von Maschinengewehren bis zu Panzern...
Wir hörten, dass normalerweise an diesem Feiertag um die 10 Mio. Menschen nach Mexiko-Stadt reisen, aber keine Ahnung wie viele an diesem Wochenende da waren!
Freitagabend waren es auf jeden Fall ganz schön viele. Da fand auf dem Hauptplatz eine grandiose Lichtshow statt.
Sabbats gingen wir in die Gemeinde. Am Nachmittag besuchten wir das Museo Nacional de Antropología. In diesem Museum bzw. in dessen Vorhof kann man die Ruinen der Opfertempel und Altare der Aztekenkultur sehen. Es ist nämlich so; die frühere Hauptstadt Mexikos war Teotihuacán. Nomaden sammelten sich anfangs auf einer Insel im Texcoco-See an. Ihrer Überlieferung zufolge hatten sie von ihrem Gott Hiutzilopochtli den Auftrag erhalten, an der Stelle eine Stadt zu gründen, wo sie einen Adler fänden, der auf einem Kaktus sitzend eine Schlange verspeiste. Sie fanden ihn – auf einer Insel mitten im See. Adler, Schlange und Kaktus bilden das Zentralmotiv der heutigen mexikanischen Flagge.
Als dann die Spanier eindrangen, zerstörten sie die mächtigen Tempel der Vorkultur und bauten ihre katholischen Kathedralen einfach darauf. Dies ist heute noch zu sehen, die Überreste unter der Kathedrale wurden freigelegt und auch der Boden ist sehr uneben, weil sich noch so viel Mauern und Ruinen einfach darunter befinden!
Samstagabend genossen wir die vielen Strassenstände mit typischem Essen und mexikanischen Handarbeiten.
Am Sonntag besuchten wir dann vor der Abfahrt noch ein Museum über die vorkoloniale Zeit und über die spanische Eroberung. Da waren mexikanische Flaggen aus diversen Zeiten zu sehen, Totengebeine und berühmte Wandgemälde.
Dann gings mit dem Bus wieder zurück Richtung "Heimat" für weitere 15 Stunden. Montagmorgen um 7:00h kamen wir wieder müde, aber mit vielen schönen Erlebnissen und Eindrücken, gut und gesund in Montemorelos an.















Unsere Reisegruppe














Die Freiwilligen und Maestra Carmen



















Es war richtig steil...














Lichtshow am Freitagabend!














Südmexikanisches Essen... keine Angst, das war nicht meins :-)


















Die coolen Mexikaner ;-)


















Kathedrale


















Kerstin isst Tamarinod - eine heimische Frucht hier :-)














Unser Schlafzimmer für zwei Nächte :-)

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

Tollllll, ausser dem Schlafzimmer :) Auf die Pyramiden wäre ich auch gerne mitgekommen. Bis bald und weiterhin viel Freude und schöne Erlebnisse!

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