Es wird höchste Zeit euch mehr über meine Arbeit hier zu berichten, nicht immer nur über Ausflüge und Fiestas :-)
Bis Mitte Dezember werde ich noch jeden Morgen in den Spanischunterricht gehen.
Betreffend meiner Arbeit gab es immer wieder Änderungen, doch jetzt wird es so sein, dass ich jeden Nachmittag mit Luz y Vida arbeite. Das heisst, ich arbeite bei Luz y Vida in der Klinik und behandle die Patienten der Umgebung, welche kein Geld haben, aber die Möglichkeit haben in die Klinik zu kommen. Zudem gehe ich mit Ärzten und Krankenschwestern zu den Leuten nach Hause, um sie dort zu behandeln. Das sind meistens alte Menschen, zum Beispiel mit der Parkinson, aber auch ein kleines Mädchen mit Knieschmerzen behandle ich in einem armen Viertel.
Die Arbeit ist spannend. Zu sehen wie die Menschen leben, ihnen helfen zu können und einfach mit ihnen zu reden und ihre Geschichte zu hören, das ist eine Erfahrung. Obwohl ich an dieser Stelle erwähnen muss, dass ich natürlich noch einiges nicht verstehe wegen mangelnden Spanischkenntnissen, aber es kommt von Tag zu Tag besser und man hat dafür ja noch Hände und Füsse ;-)
Zudem unterrichte ich in der Therapie im Spital die KrankenpflegerInnenstudenten in Anatomie, Massage, aber hauptsächlich in funktioneller Therapie, wie richtige Lagerung der Patienten, richtiges Aufnehmen der Patienten aus dem Bett, rückengerechtes Arbeiten usw.
Tja, da keine/r von denen Englisch spricht, darf ich das auf Spanisch machen. Und, durchaus auch zu meiner Überraschung, geht das im Grossen und Ganzen und mit grosser Hilfe meines Wörterbuches und Gott ganz gut - Gracias a Dios!
In der Therapie habe ich bis jetzt nur eine Patientin, die ich behandle. Ab Januar werde ich dann immer morgens in der Therapie und Nachmittags bei Luz y Vida sein.
Noch ein paar Infos zu Luz y Vida: Diese Organisation gibt es hier seit 5 Jahren und ihr Ziel ist es, die wirklich armen Leute, die kein Geld haben für medizinische Versorgung, die keine Versicherung haben, zu betreuen und ihnen zu helfen. Wenn man hier in Mexiko Medizin studiert, muss man nach dem Studienabschluss ein soziales Jahr für den Staat absolvieren. Das heisst, man arbeitet für fast gar nichts für eine gemeinnützige Organisation. So eine ist Luz y Vida und die jungen Ärzte und KrankenplegerInnen absolvieren dort ihr soziales Jahr.
Ich freue mich, da mitarbeiten zu dürfen!
Nachfolgend seht ihr einige Eindrücke:
Weg zum Haus eines Patienten...
Haus des Patienten...
Viele, viele Hunde gibt es hier... :-)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen